Bewertungssystematik bei Altenheimen

Bei stationären Einrichtungen wird zwischen bewohnerbezogenen Kriterien, einrichtungsbezogenen Kriterien und der Befragung der Bewohner unterschieden. Die auf den Bewohner bezogenen Kriterien umfassen die Fragen 1 – 33, 36 – 39 und 40. Die auf die Einrichtung bezogenen umfassen die Fragen 34 – 35, 40 – 43 und 45 – 64 und auf die Befragung der Bewohner beziehen sich die Fragen 62 – 82. Eine Übersicht aller Kriterien finden Sie unter dem angebenen Verweis. Jedes Kriterium wird einzeln auf einer Skala von 0 bis 10 bewertet und fließt in die entsprechende Benotung des Bereichs und die Gesamtnote ein.

Bezeichnung der Note Skalenwert
sehr gut (1 – 1,4) 8,7 – 10
gut (1,5 – 2,4) 7,3 – < 8,7
befriedigend 2,5 – 3,4 5,9 – < 7,3
ausreichend (3,5 – 4,4) 4,5 – < 5,9
mangelhaft (4,5 – 5,0) 0 – < 4,5

Grundlagen zur Berechnung der Pflegenoten bei stationären Einrichtungen

Für die Fragen 1 – 33, 36 – 39 und 40 wird geprüft, ob das Kriterium auf den Heimbewohner zutrifft. Ist dies nicht der Fall, so wird er nicht in die Bewertung einbezogen. Andernfalls wird eine dichotome Bewertung herangezogen, also entweder der Skalenwert 10 für ein erfülltes Kriterium oder der Wert 0 für ein nicht erfülltes Kriterium vergeben. Insgesamt wird dann jeweils der Mittelwert für jedes Kriterium gebildet.

Beispiel: Ein Kriterium ist bei 9 von 10 einbezogenen Bewohnern erfüllt. Somit wird ein Skalenwert von 9 vergeben.

Die Fragen 34 – 35, 40 – 43 und 45 – 64 sind auf das ganze Pflegeheim bezogen und werden deshalb nur einmal geprüft. Auch hier werden nur die Skalenwerte 10 für erfüllt und 0 für nicht erfüllt vergeben.

Die Fragen 38 – 49 bezüglich der Befragung der pflegebedürftigen Bewohner werden mit Hilfe einer eine Bewertungsgraduierung durchgeführt und beinhalten vier Antwortmöglichkeiten. Auch hier wird der Mittelwert pro Kriterium berechnet.

Bewertungsgraduierung Skalenwert
Immer 10
Häufig 7,5
Gelegentlich 5
Nie 0

Die Vergabe der Pflegenoten erfolgt sowohl allumfassend als auch einzeln pro Qualitätsbereich

Jeder der fünf Bereiche erhält eine eigene Bewertung, welche mit dem arithmetischen Mittel errechnet wird. Somit erhalten die Qualitätsbereiche Pflege und medizinische Versorgung, Umgang mit demenzkranken Bewohnern, soziale Betreuung und Alltagsgestaltung und Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene und die Befragung der Bewohner eine einzelne Benotung.

Zusätzlich wird aus den ersten vier Qualitätsbereichen die Gesamtnote auch im arithmetischen Mittel vergeben, die Befragung der Kunden erhält eine eigenständige Benotung. Eine Darstellung des Aufbaus eines Transparenzberichts und der Aufteilung der Noten können Sie hier einsehen: